Am 26. Mai gehe ich wählen

Der Wanderer - Gedanken zur EU-Wahl #2

Auf meinen Wegen durch unseren schönen Heimatort treffe ich immer wieder auf Freunde, die die aktuellen Ereignisse deuten und darüber plaudern. Meist in angeregter, hin und wieder auch in aufgeregter Stimmung. Am Sonntag war so ein etwas aufgeregter Tag und ich bin mitten in eine Diskussion hineingeraten, die ich euch, verehrte Leserinnen und Leser nicht vorenthalten möchte. Thema war die EU, und das hat mich eher verwundert, weil ja der EU-Wahlkampf fast an den Menschen vorbei geht. Schade eigentlich, denn wenn amn bedenkt, dass schon große Bereiche des Alltags aus Brüssel geregelt werden.

Ein so ein Stammtisch saß beim Wirten und ich hörte, nachdem ich mir ein gutes Glas bestellt hatte, so Gesprächsfetzen vom Nebentisch: A, sagte „Also ich finde, dass die in Brüssel viele Verordnungen machen, die uns nur bremsen und“ da fiel ihm der G ins Wort „Das stimmt ja wirklich, ich habe mir damals, wie diese Glühbirnenverordnung war, sofort auf Energiesparlampen umgesattelt – was habe ich davon? Ein quecksilberverseuchtes Wohnzimmer, weil mir unlängst beim Lampentausch“  da fiel ihm der Dr. H. ins Wort: „Das kommt davon, weil du so patschert bist. Außerdem ist doch das alles Schnee von gestern, alles aufgebauscht und falsch zitiert. Mich stört da viel mehr, dass es immer mehr sogenannte Politiker gibt, die absichtlich die EU schlecht machen. Dabei vergessen sie, dass die Welt sich einen Tinnef um unsere sogenannten Probleme schert. Mein Problem ist, dass der Chines schon halb Afrika aufgekauft hat und der Trump mit seinem „Amerika first“ sein Amerika zusperren könnte, wenn ihm die Chinesen die Kredite, die er bei ihnen hat, fällig stellen würden. Der ist ja gerade dabei, einen Krieg anzuzetteln. Sind wir froh, dass es bei uns noch so eine Situation nicht gibt“….an dieser Stelle hat sich der Wanderer abgewendet, weil die Diskussion in eine neue Richtung lief, obwohl das Thema Krieg und Frieden für uns in Europa schon seine Relevanz hat. Da sind schon viele auf der Welt und schon im Großelternalter, die persönlich noch keinen Krieg erlebt haben. Und die setzen sich heute hin und sagen „Österreich zuerst“. Der Wanderer denkt sich dabei, wie die falschen Fufziger eine Handelssperre abwenden möchten von unserem kleinen Land. Mir kommt da immer der Mister Farage – kennen Sie nicht mehr? Der hat den Austritt von England angezettelt und als die Abstimmung den Abschied aus der EU angeregt hat, hat sich der feine Herr aus dem Staub gemacht – „ich muss mir jetzt eine Auszeit nehmen…“, aber in Brüssel ist er gesessen und hat sein feines Salär genommen. Ein wirklich starker Charakter.

Pardon, verehrte Leserinnen und Leser, da ist der Wanderer etwas vom Thema abgekommen, oder aber auch nicht. Denn wir sind ja jetzt ein paar Tage vor der EU-Wahl auch mit solchen Argumenten konfrontiert.

Aber mehr zu diesem Thema demnächst, denn es ist schon spät geworden und auf mich wartet jetzt ein guter Kaffee und eine Mehlspeis.

Der Wanderer beeilt sich nach Hause und pfeift sich eins.

Auf Wiederwandern bis demnächst

Ihr Wandrer